Eine norddeutsche Delikatesse – das Fischbrötchen

Frisch, salzig und knusprig: Fischbrötchen gehören zu Norddeutschland wie das Meer zu Rügen. Deshalb wird auch in diesem Jahr wieder der Weltfischbrötchentag gefeiert. Um die norddeutsche Delikatesse angemessen zu zelebrieren, wollen wir das Fischbrötchen genauer unter die Lupe nehmen.

Einmal im Jahr dreht sich im Norden alles um das Fischbrötchen. Seit 2011 wird der Weltfischbrötchentag gefeiert. Der erste Samstag im Mai wurde auserkoren, damit diese Köstlichkeit nicht nur bei einer frischen Meeresbrise, sondern auch bei (hoffentlich) sonnigem Wetter genossen werden kann. In diesem Jahr ist es am 4. Mai so weit. Was euch an diesem Tag erwartet und was in ein typisches Fischbrötchen gehört, erfahrt ihr hier. Außerdem verraten wir euch, wo ihr die besten Fischbrötchen Rügens findet. Zunächst gibt es aber eine kleine Geschichtsstunde.

Das erfahrt ihr in diesem Beitrag:

Wo liegen die Ursprünge des Fischbrötchens?

Wer das Fischbrötchen erfunden hat, ist leider nicht bekannt. Sicher ist nur, dass die Ursprünge sogar bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Wie ihr euch sicher denken könnt, gab es die ersten Formen des Fischbrötchens an der Nord- und Ostsee. Dort wollten Fischer die frischen Fänge nach ihrer Rückkehr von der See an die Häfen der Küstenstädte verkaufen. Die einfachste und schnellste Zubereitung bot sich da natürlich an: den frischen Fisch zwischen zwei Brotscheiben an den Mann bringen. Und zack, schon war das Fischbrötchen geboren!

Der norddeutsche Tourismus erlebte einen Boom

Im 20. Jahrhundert machte sich die norddeutsche Spezialität im ganzen Land einen Namen, denn der Tourismus im Norden boomte. Bei einer Reise nach Norddeutschland kamen auch immer mehr Menschen in den Genuss eines Fischbrötchens. Das Fischbrötchen wurde beliebter, zahlreiche Imbisse geöffnet und die Vielfalt wurde immer größer.

Fischbrötchen: ein fester Bestandteil der deutschen Küche

Mittlerweile findet ihr das im ganzen Land so beliebte Street-Food nicht nur an der norddeutschen Küste, sondern auch in den deutschen Großstädten. Fischbrötchen gehören inzwischen sogar zur deutschen Küche wie die Bratwurst oder der Kartoffelsalat. Sie symbolisieren die maritimen Wurzeln des Nordens – und machen heutzutage Menschen landesweit glücklich.

Backfischbrötchen mit Remoulade auf einem Holztisch.
Eins der beliebtesten Fischbrötchen: Seelachs Backfisch im Bierteigmantel. © Adobe Stock, Christin Klose

Was gehört in ein klassisches Fischbrötchen?

Frischer Fisch, zwei Brotscheiben und fertig? Nein, das Fischbrötchen wird mittlerweile nicht mehr ganz so zubereitet wie noch im 19. Jahrhundert. Jedoch hat sich seitdem gar nicht allzu viel verändert. Der wichtigste Unterschied: Anstelle von labbrigen Brotscheiben erhaltet ihr ein knuspriges Brötchen, das den perfekten Kontrast zum Fisch darstellt. Am besten ist es von außen kross und von innen luftig weich. Welcher Fisch zwischen die beiden Brötchenhälften kommt, ist natürlich Geschmackssache. Dennoch gibt es einige Klassiker, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

Matjes

Dazu gehört der Matjes, ein nicht geschlechtsreifer Hering. Matjes ist besonders salzig und wird als Fischbrötchen traditionell nur mit rohen Zwiebeln serviert. Dennoch gibt es einige Variationen, die ihr vielleicht in manchen Fischbuden finden könnt. Zum Beispiel die Zubereitung nach „Hausfrauenart“, die es normalerweise im Restaurant gibt. Dort kommt der Matjes mit einer Joghurtsauce und klein geschnittenen Zwiebeln, Äpfeln und sauren Gurken auf den Teller. Diese Sauce wird manchmal auch beim Matjesfischbrötchen angeboten – und ist definitiv einen Versuch wert.

Bismarckhering

Ein Fischbrötchen mit Bismarckhering schmeckt auch sehr gut. Hier werden Heringe benutzt, die schon geschlechtsreif sind. Außerdem wird der Hering im Gegensatz zum Matjes in Weinessig mariniert. Der dadurch entstandene säuerliche Geschmack des Bismarckherings wird traditionell mit Gewürzgurken und Zwiebelringen abgerundet.

Räucherlachs

Räucherlachs könnt ihr euch beim Frühstück im Rugard Strandhotel schmecken lassen. Aber auch an den meisten Imbissbuden ist der Räucherlachs eine beliebte Wahl für ein Fischbrötchen. Mit einem Salatblatt, einer Meerrettichcreme und frischem Dill wird er am häufigsten zubereitet. Darüber hinaus sind Zwiebeln und Gurken als Zutat ebenfalls keine Seltenheit auf einem der Klassiker unter den Fischbrötchen.

Krabbenbrötchen

Besonders an der Nordseeküste gilt das Krabbenbrötchen als Tradition. Wenn man es ganz streng nimmt, sind Brötchen mit Krabben keine Fisch-, sondern eben Krabbenbrötchen. Doch wir wollen mal nicht so sein. Früher konnte sich so gut wie jeder ein Krabbenbrötchen leisten, inzwischen gehört es aber zu den teuersten Fischbrötchen. Und die Preise könnten bald weiter steigen. Da die Europäische Union das Fischen mit Grundschleppnetzen in Meeresschutzgebieten künftig verbieten will, steht das Krabbenbrötchen vor einer ungewissen Zukunft. Denn: Ein Großteil der Krabben wird im Wattenmeer gefischt, das durch drei Nationalparks geschützt ist. Die Krabben-Knappheit könnte also größer werden.

Fischbrötchen mit Aal und Salat auf einem silbernen Tablett.
Das Aalfischbrötchen ist ein wahrer Genuss für alle Fischliebhaber. © Adobe Stock, ines39

Aalfischbrötchen

Im vergangenen Oktober war das Aalfischbrötchen für zumindest einen Tag das bekannteste Fischbrötchen der ganzen Welt. Bundeskanzler Olaf Scholz empfing den französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Hamburg. Was durfte da nicht fehlen? Natürlich, das Fischbrötchen! Die Wahl von Scholz und Macron fiel auf den Aal. Wie bei vielen anderen, die sich gerne für die knackige Kombination aus Aal und einem Salatblatt im Brötchen entscheiden.

Bremer

Auf euren Fischbrötchen müssen nicht nur frische Fische landen. Dass die Fische teilweise anders verarbeitet werden, gehört mittlerweile zur Norm und sorgt für geschmackliche Vielfalt. Bei Kindern ist besonders die panierte Fischfrikadelle beliebt, die mit Salat und Ketchup serviert wird. Der sogenannte „Bremer“ ist nichts für jeden Puristen, muss sich aber vor den Klassikern nicht verstecken.

Backfischbrötchen

Ebenfalls kein traditionelles Fischbrötchen, aber dafür eines der beliebtesten: das Backfischbrötchen. Es ist inzwischen aus keiner Fischbude mehr wegzudenken. Ein Fischfilet, wie zum Beispiel eins vom Kabeljau, wird von einem Bierteig ummantelt und frittiert. Die Brötchen werden mit Remoulade bestrichen. Außerdem dürfen Gewürzgurken und ein Salatblatt für die nötige Frische nicht fehlen.

Vegetarisches und veganes Fischbrötchen

Damit auch Vegetarier und Veganer auf ihre Kosten kommen, bieten viele Imbisse Alternativen zum Fisch an. Da kann mit Algengewürz verfeinerter Blumenkohl oder eine Avocado aushelfen. Als Lachsersatz sind Karotten zudem bestens geeignet. Die Kreativität der Fischbuden kennt hierbei keine Grenzen!

Wie ihr sehen könnt, ist die Auswahl riesig. Und das war nur eine Aufzählung der beliebtesten Fischbrötchen. In den Fischbuden wartet noch vieles mehr auf euch. Bei einem guten Fischbrötchen kommt es vor allem auf die Frische des Fisches und des Brötchens an. Bei den meisten Varianten wird die maritime Spezialität zwar von Gewürzgurken und Zwiebeln serviert. Am Ende kommt es aber auf euren Geschmack und eure Vorlieben an.

Welchen Fisch kann man auf Rügen besonders gut essen?

Aufgrund der Nähe zur Ostsee gibt es auf Rügen besonders frischen und leckeren Fisch. Welche Fischart ihr am besten probieren solltet, hängt ganz von der Jahreszeit eures Besuches ab. Der Hering, vermutlich der beliebteste Fisch der Insel, hält sich zum Beispiel zwischen März und Mai in den Gewässern vor Rügen auf. Im Frühjahr schmeckt er deswegen noch einmal deutlich besser. Die lokalen Restaurants verwerten den Hering zu dieser Zeit häufiger. Wie in der Genusswerkstatt, wo die Menüs immer nach Saisonalität neu entworfen werden. Dort könnt ihr zur richtigen Zeit ein fabelhaftes Hering-Gericht kosten.

Weitere frische Fische auf Rügen

Rügen hat aber nicht nur Hering zu bieten. Im Frühjahr landen oftmals Lachse und Hornfische in den Netzen der Fischer. Später im Jahr sind es dann vor allem Dorsche, Makrelen und Aale, die am häufigsten gefangen werden. Die Vielfalt an regionalen Fischen auf Rügen ist riesig. Im Restaurant Königsstuhl könnt ihr euch sicher sein, dass mit diesen regionalen Produkten gearbeitet wird. Dafür steht das Etablissement. Mehr zu den regionalen Spezialitäten der Insel erfahrt ihr hier in diesem Beitrag.

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Auf Rügen könnt ihr euch durch unterschiedliche Fischbrötchen-Buden probieren und selbst entscheiden, welche Kreation euch am besten gefällt. © Adobe Stock, Quality by Simon

Wo gibt es das beste Fischbrötchen auf Rügen?

Die Frage nach dem besten Fischbrötchen auf Rügen, lässt sich ungefähr genauso schwer beantworten, wie die nach der besten Fischart. Es gibt einfach viel zu viel Auswahl. Einigen Fischbuden solltet ihr aber unbedingt einen Besuch abstatten. Dazu gehört „Anleger 31“ aus Sellin. Laut einer Inselweiten Umfrage von 2019 gibt es hier das beste Fischbrötchen Rügens.

Für ihre Fischbrötchen bekannte Imbissbuden auf Rügen

Wenn ihr schon in Sellin seid, dann solltet ihr auch das Angebot des „Blockhaus Glückswinkel“ probieren, das in der Umfrage auf Platz drei landete. Zudem ist der Imbisskutter „Lütt Matten“ in Baabe für seine leckeren Fischbrötchen bekannt. Binz hat als einer der beliebtesten Badeorte der Insel ebenfalls zahlreiche häufig angesteuerte Fischbuden. Wie wär’s zum Beispiel mit einem Fischbrötchen in der „Fischräucherei Kuse”? Probiert euch am besten selbst durch die zahlreichen Imbisse und entscheidet, welches Fischbrötchen euch am meisten zusagt.

Was erwartet euch am Weltfischbrötchentag auf Rügen?

Wenn sich ein Tag für das Durchprobieren vielfältiger Varianten von Fischbrötchen anbietet, dann ist es der 4. Mai. Am Weltfischbrötchentag gibt es neben den Klassikern auch immer wieder neue, kreative Variationen, die selbst langjährige Liebhaber von Fischbrötchen überraschen können. Neben den kulinarischen Erfahrungen könnt ihr euch auch auf Musik-Acts und Wettbewerbe jeglicher Art freuen. Ein Programm für Jung und Alt.

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Den Weltfischbrötchentag solltet ihr euch nicht entgehen lassen

Jetzt habt ihr natürlich einen riesengroßen Appetit auf ein leckeres, saftiges Fischbrötchen bekommen und fragt euch, wo ihr den Weltfischbrötchentag bei eurem nächsten Trip nach Rügen erleben könnt. Vom 04. – 05.05.2024 könnt ihr auf dem Kurplatz an der Bernsteinpromenade in Göhren an einem maritimen Erlebnisnachmittag teilnehmen. Höhepunkt ist der Koch­wettbewerb um die beste Fischsuppe Mönchguts. Probiert die Fischgerichte der teilnehmenden Restaurants und lasst euch von einem bunten Programm rund um die Themen Fisch und Seefahrt begeistern.

Nachdem ihr euch ausgiebig kulinarisch ausgetobt habt, könnt ihr bei uns im Rugard Strandhotel entspannen. Genießt während eures Ostseeurlaubs ein pures Wellnesserlebnis mit unseren Massage-, Beauty- und Ayurveda Anwendungen im Rugard Royal SPA. Sichert euch für euer geplantes Wochenende auch eines unserer Zimmer mit Meerblick, um den maritimen Urlaub vollends abzurunden. Egal wie ihr euren Ostseeurlaub verbringt, eins ist sicher: Ein Fischbrötchen solltet ihr nicht verpassen. Wir wünschen euch viel Spaß und einen guten Appetit!