12 Gründe für einen Herbsturlaub auf Rügen

Wenn aus Badetüchern Schals und aus Limonade heißer Tee wird, dann weiß man, dass auf Rügen der goldene Herbst angekommen ist. Durch die noch warme Ostsee könnt ihr auf der Insel einen noch längeren Herbst mit bunten Wäldern und gesunder Seeluft erleben.

Was der Sommer nicht kann, kann der Herbst. Nicht nur zur Sommerzeit lohnt sich ein Besuch der schönen Ostseeinsel, auch der Herbst hält dort so einiges für euch bereit. Er kann sogar vieles, was der Sommer nicht kann. Das Klima sowie die Tier- und Pflanzenwelt haben euch zu der Jahreszeit besonders viel zu bieten! Wer Lust auf herbstliche Gemütlichkeit gepaart mit einem Rest Sommerwärme hat, der ist im Herbst auf Rügen genau richtig!

Der Herbst auf Rügen hat so einiges zu bieten:

Weniger Touristen als im Sommer

Was geht über einen Strand- oder Waldspaziergang fernab der Menschenmengen? Weite Wälder und Felder und das endlose Meer. Die Chance, einmal ungestört den brechenden Wellen und dem Rauschen des Laubes lauschen zu können oder auch einfach mal nur die Stille zu genießen, bietet euch ein Rügenurlaub besonders im Herbst. 

Während die meisten Touristen der schönen Insel im Sommer einen Besuch abstatten, bietet der Herbst die Möglichkeit, eine atemberaubende Natur abseits des Trubels zu erleben und zu genießen. Die Stubbenkammer eignet sich hervorragend für eine Wanderung durch goldgelbe Blätter, genau wie das Landschaftsschutzgebiet Middelhagen mit seiner atemberaubenden Steilküste. Und das sind nur zwei der vielen wunderbaren Gebiete Rügens, die sich im Herbst besser denn je für eine ungestörte Wanderung eignen.

Aus sommerlichem Blau und Grün werden warmes Gelb, Rot und Orange. Es ist Herbst auf Rügen und es gibt unzählige Naturphänomene, deren Schönheit im Herbst nochmal ganz besonders zum Vorschein kommt.

Die Sonnenuntergänge auf Rügen sind im Herbst atemberaubend. © Shutterstock, ricok
Auf Rügen könnt ihr wunderschöne Sonnenauf- und untergänge erleben. © Shutterstock, ricok

Die Sonne im Herbst

Was gibt es Schöneres als Sonnenaufgänge in der Früh und romantische Sonnenuntergänge über dem rauschenden Meer Norddeutschlands? Genau das ist auf Rügen möglich. Und zwar ganz besonders im Herbst. Auch Langschläfer unter euch haben zu dieser Jahreszeit die Möglichkeit, die Sonne beim Aufgehen zu beobachten. Im Herbst geht die Sonne auf Rügen nämlich erst zwischen 6:16 und 8:12 auf, während ihr im Sommer schon bis zu 4 Stunden früher wach werden müsstet, um das Naturspektakel zu beobachten.

Gleiches gilt für den Sonnenuntergang. Wer früh müde wird, muss trotzdem nicht auf den Anblick der Abendröte verzichten. Die Sonne geht bereits ab halb fünf unter. Besonders schöne Sonnenuntergänge könnt ihr in Thiessow und Klein Zicker, dem idyllischen Seedorf, dem Bobbinger Berg und dem Jasmunder Bodden erleben.

Schönheit der Wälder

Rügens Wälder leuchten im Herbst goldgelb im warmen Sonnenlicht. Die perfekten Bedingungen für einen Waldspaziergang. Wie wäre es mit einer Wanderung auf dem beliebten Hochuferweg Richtung Königsstuhl? Ein Teil dieses schönen Pfades wurde sogar zum Weltkulturerbe erklärt.

Auch Lauterbach ist eine absolute Empfehlung für eine Wanderung durch den bunten Mischwald und entlang der Küste, an der das Wasser noch die restliche Wärme des Sommers ausstrahlt. Bei einer Wanderung durch Rügens herbstliche Wälder sinkt ganz automatisch das Stresslevel und ihr habt die Möglichkeit, jegliche Sorgen einfach mal hinter euch zu lassen.  

Ein ganz besonders langer Herbst

In Rügen dauert der Herbst länger als in anderen Regionen des Landes. Aber warum ist das so? Die Ostsee speichert die Wärme der Sommersonne. Außerdem ist die Luft auf Rügen dadurch besonders mild und gesund. Die perfekten Bedingungen für eine Atmosphäre, die vor Gemütlichkeit nur so strotzt.

Baden im Herbst

Dank der Wärme, die die Ostsee in den Sommermonaten gespeichert hat, hält sie im Herbst angenehme Temperaturen für euch bereit. Wenn man in anderen Regionen Deutschlands also schon in der Badewanne sitzt, könnt ihr auf Rügen noch in freier Natur eure Bahnen ziehen. Wer es trotzdem lieber warm und gemütlich mag, der kann z.B. die Wellnessangebote im Grand Hotel Binz nutzen.

Ist es draußen nass und kalt, ist die ideale Zeit für Wellness auf Rügen. © Private Palace
Entdeckt unsere Angebote für euren erholsamen Wellnessurlaub im Herbst auf Rügen. © Private Palace

Wellness im Herbst

Gerade, wenn die Tage kürzer werden und die Nächte länger, ist es besonders wichtig, dem Körper und damit auch der Seele etwas Gutes zu tun. Die Stimmung droht manchmal ganz schön tief zu sinken. Doch da kommen die Wellnessangebote des Grand Hotel Binz ins Spiel. Hier könnt ihr die Seele einfach mal baumeln lassen und euch von oben bis unten verwöhnen lassen. Die diversen Spa-Angebote des Hotels machen dies möglich.

Thai-Bali Spa

Wie wäre es nach einem Herbstspaziergang mit einem Panpuri Peeling? Das Peeling sorgt für wunderbar gepflegte Haut und gleichzeitige Erfrischung und Stimmungsaufhellung. Oder ihr genießt eine tiefenentspannende Aromaölmassage.

Well Being Spa

Auch im Well Being Spa habt ihr die Möglichkeit, eine Behandlung ganz nach eurem Geschmack zu wählen. Angeboten werden diverse Massagen, Peelings oder auch die Rügener Heilkreidepackungen.

Pool & Saunalandschaft

Wer lieber drinnen statt draußen das Wasser genießt, kann das in den Pools des Grand Hotel Binz tun. Bei einer Wassertemperatur von 28 °C  könnt ihr ganz entspannt ein paar Runden schwimmen und die Seele baumeln lassen. Danach wartet die Saunalandschaft auf euch.

Urlaub mit Hund

Während Hunde in den Sommermonaten nur an den gekennzeichneten Hundestränden erlaubt waren, darf sich euer liebster Vierbeiner im Herbst auch auf allen anderen Stränden austoben. In der Nebensaison sind Hunde nämlich überall erlaubt. Ihr könnt im Herbst also den Vorteil zu eurem Nutzen machen, eure Picknickdecke aufzuschlagen, während ihr euren Vierbeiner ganz nah dabei habt.

An einigen Strandabschnitten darf er sogar ganz ohne Leine frei herumtoben und Frisbees fangen, Stöckchen holen oder gemeinsam mit euch in der angenehm warmen Ostsee baden gehen. Achtet dafür einfach auf die grüne Pfote. Die signalisiert, dass keine Leine nötig ist. Eine rote Pfote bedeutet, dass ihr euren Liebling hier nur mit Leine mitnehmen dürft.

In den Wäldern Rügens findet ihr eine Vielzahl an Pilzen. © Shutterstock, Davdeka
Im Herbst ist auf Rügen Pilze sammeln angesagt. © Shutterstock, Davdeka

Geht auf Pilzjagd

Auf Rügen wachsen das ganze Jahr über diverse Pilzsorten. Mit dem Herbst beginnt jedoch die Saison, in der ihr besonders fündig werden könnt. Rügens Natur stellt sich schnell vom trocken-heißen Sommer auf feucht-warmes Wetter um. Wenige Regentage reichen hierfür aus und die Pilze sprießen nur so aus dem Boden. Auf Rügen findet ihr vor allem Steinpilze, Maronen, Butterpilze und Ziegenlippen. Wer Glück hat, stößt sogar auf Schirmpilze und an den Feldern wächst auch mal der ein oder andere Wiesen-Champignon.

Ein Pilzsammler gibt seine ergiebigsten Stellen nicht preis. Aber wir tun es. Steinpilze könnt ihr besonders gut im Wald zwischen Baabe und Göhren sowie an der Schaabe und in der Granitz finden.

Wer Fragen rund um das Thema Pilze hat, kann sich bei den Experten Rosemarie Fock (038301-60 222) oder Eckhard Berger (038393 31404) melden.

Auch eine gute Ausrüstung darf nicht fehlen, wenn es an’s Pilze sammeln geht. Auf jeden Fall solltet ihr ein Körbchen und ein kleines Taschenmesser dabeihaben. Genauso wichtig ist wasserfestes Schuhwerk für den Wald.

Ein kleiner Tipp zum Schluss: Gerade wenn ihr euren Rügen Urlaub im Hotel verbringt, sammelt eure Pilze am besten zum Ende eures Aufenthalts, damit ihr sie zu Hause frisch zubereiten könnt. 

Herbststürme und Bernsteinsuche

Nicht umsonst wird Bernstein auch „das Gold der Ostsee“ genannt. Bernstein ist ursprünglich aus dem Harz der Nadelbäume vor mehr als 100 Millionen Jahren entstanden.

Und auch heute könnt ihr die wunderschönen Jahrmillionen alten Steine noch suchen und finden. Im Herbst und Winter habt ihr besonders hohe Chancen auf einen Fund. Zusammen mit Treibgut, Muscheln und Holzresten wird der Bernstein von den Wellen angespült. Ihr könnt also beim Bernsteinsammeln gleich noch ein paar schöne Muscheln als Andenken mitnehmen.

Was die ideale Zeit zum Bernstein sammeln angeht, gehen die Meinungen auseinander. Einige Experten bevorzugen die frühen Morgenstunden an den leeren Stränden. Im Herbst könnt ihr auf Rügen allerdings den ganzen Tag über an unbelebten Stränden auf Bernsteinsuche gehen. Andere Bernsteinsammler schwören auf die dunklen Abendstunden, da die Steine im Licht der UV-Taschenlampe grün-gelblich leuchten. So lassen sie sich besonders gut erkennen.

Vorsicht – Verwechslungsgefahr!

Bernstein und Phosphorklumpen sehen sich teilweise zum Verwechseln ähnlich und sind für Laien oft nicht zu unterscheiden. Bei den Phosphorklumpen handelt es sich um Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg. Wenn sie trocknen, entzünden sie sich selbst und es entsteht 1300 Grad heißes Feuer. Sie können daher schwere Brandverletzungen verursachen.  Mehr zum Thema „Bernstein auf Rügen“ und wie ihr Phosphorklumpen und Bernstein voneinander unterscheiden könnt, gibt es hier.

Das Putbusser Wildgehege eignet sich perfekt zum Kastaniensammeln. © Shutterstock, verunkazd
Im Putbusser Wildgehege könnt ihr besonders viele Kastanien finden. © Shutterstock, verunkazd

Kastanien sammeln und verfüttern

In unmittelbarer Nähe zu der Putbusser Schloss-Kirche befindet sich das Putbusser Wildgehege. In dem ca. 8 Hektar großen Gehege könnt ihr wunderbar Kastanien und auch Eicheln sammeln und diese an das Rot- und Damwild verfüttern. Gleichzeitig könnt ihr die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten und all das auch noch kostenlos. Gerade für Kinder ist das eine ganz besondere Attraktion. Und wer die Kastanien lieber selbst essen will, anstatt für sie zu verfüttern, für den hält Rügen auch etwas bereit – die Esskastanie. Das Wildgehege ist Teil des Schlossparks Putbus.

Neben den Kastanien sind in dem Park zahlreiche weitere Baumarten beheimatet. Um genau zu sein sind es 60 Arten aus aller Welt, darunter Platanen, Mammutbäume und spanische Tannen. Wer Glück hat, findet hier die eine oder andere Rarität.  Wem die Bäume hier nicht genug sind, der kann sich auch die historischen Gebäude im Schlosspark Putbus ansehen. Ihr findet hier beispielsweise das einstige Affenhaus, was heute ein Puppenmuseum ist oder die Orangerie, die früher ein Gartenhaus für Zitruspflanzen war und in der heute Ausstellungen stattfinden. Genauso gut könnt ihr zu Fuß das 75 Hektar große Gelände erkunden und die Wiesen und Bäume, die im Herbst in goldenen Farben strahlen, bestaunen. Der Besuch ist kostenfrei!

Lasst euren Drachen steigen

Herbstzeit ist Drachenzeit. Denn das oft windige Wetter auf Rügen bietet euch die idealen Voraussetzungen, um euren Drachen steigen zu lassen. Stattet doch dem Schaproder Strand mal einen Besuch ab. Genauso gut eignet sich der fast zwölf Kilometer lange Sandstrand an der Schaabe.

Auch der Neuendorfer Strand bei Putbus ist ein idealer Ort dafür. Außerdem empfehlen wir euch den Strand an der Binzer Bucht, den Ummanzer Deich, Neddesitz und Thiessow. Gerade jetzt, wo die Strände oft menschenleer sind, habt ihr die Chance, dass euer Drachen der einzige weit und breit ist, den ihr am Himmel sehen könnt. 

Doch so viel Spaß es auch macht, Drachen steigen zu lassen, ist auch hier Vorsicht geboten: Falls ein Gewitter aufkommen sollte, gönnt euch lieber eine Tasse Kaffee und ein wenig Wellness. Packt euren Drachen wieder ein  und versucht es  lieber an einem anderen Tag nochmal. Die Schnur bietet Blitzen nämlich einen leichteren Weg zur Erde als durch die Luft.

Außerdem ist das Drachensteigen in unmittelbarer Nähe des Flughafens in Güttin verboten. Achtet also darauf, genügend Abstand zu halten. Auch Gegenden, in denen sich Strommasten befinden, solltet ihr meiden. Nehmt außerdem Rücksicht auf  Kraniche und andere Zugvögel. In Naturschutzgebiete solltet ihr Drachen daher nicht mitnehmen. Die Leine eures Drachens sollte außerdem nicht länger als 100 Meter sein. Wenn ihr diese wenigen Hinweise bedenkt, steht eurem Drachenabenteuer nichts mehr im Wege – viel Spaß dabei!

Der Herbst ist die Zeit, in der man an der Ostsee Kraniche beobachten kann. © Shutterstock, Jiri Fejkl
Im Herbst machen die Kraniche Rast an der Ostsee. © Shutterstock, Jiri Fejkl

Kranichzeit

Die Herbstzeit eignet sich ideal, um Kraniche zu beobachten. Die schönen Vögel legen im Herbst einen Zwischenstopp auf Rügen ein, um Kraft zu tanken. Bis zu 60.000 von ihnen statten der Ostseeküste jedes Jahr im Herbst einen Besuch ab. Ihr findet die Kraniche in den Boddengewässern und auf stoppeligen Maisfeldern. Das sind die Orte, an denen sie Rast machen und neue Kraft für den Weiterflug tanken. Das könnt ihr entweder allein machen oder geführt. Denn wer ganz nebenbei noch etwas über Kraniche lernen möchte, kann an organisierten Kranichbeobachtungen teilnehmen und dabei auch die eine oder andere weitere Vogelart entdecken, die sich zur Herbstzeit auf Rügen tummelt. Es werden auch Beobachtungstouren per Schiff angeboten. Die Kraniche lassen sich im Herbst vor allem in V-Formationen am Himmel beobachten.

Mehr zu den Kranichen auf Rügen gibt’s hier.

Der Herbsturlaub kann kommen

Gemütlichkeit und Action gleichermaßen – Im Herbst warten auf euch die verschiedensten Möglichkeiten, einen unvergesslichen Urlaub zu erleben. Wir wünschen euch eine tolle Zeit auf Rügen!

Beitragsbild: Shutterstock, Piet Lischack